Nackentransparenzmessung

(Nuchal Translucency Screening) nach den Richtlinien der Fetal Medicine Foundation (London und Deutschland)


Die Untersuchungen in der Schwangerschaft sollen dazu dienen, in den allermeisten Fällen einen unauffälligen Schwangerschaftsverlauf zu dokumentieren und bei Hinweisen auf Probleme frühzeitig reagieren zu können.

Die üblichen Ultraschalluntersuchungen können eine kindliche Chromosomenstörung erst im zweiten Drittel der Schwangerschaft und auch nur in einigen Fällen anzeigen. Die sichere Diagnose ist weiterhin nur über die Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) oder Chorionzottenbiopsie möglich. Diese haben aber ein Risiko von etwa 1% für eine Fehlgeburt. Eine neuere, hoch sensitive Methode bereits im ersten Drittel der Schwangerschaft (ca. 11.-14. Woche) ist die Messung der Nackentransparenz (engl. Nuchal Translucency). Diese ist bei allen ungeborenen Kindern (Feten) messbar. Eine Erweiterung der Nackentransparenz bedeutet ein erhöhtes Risiko für Chromosomenanomalien, Herzfehler und eine Vielzahl von Syndromen. Hierfür kann ein individuelles Risiko für die einzelne Schwangerschaft festgelegt werden. Nach der aktuellen Literatur ist es etwa möglich circa 80% der Feten mit Chromosomenanomalien zu erkennen. Würde man sich nur auf Frauen über 35 Jahre beschränken und bei Ihnen eine Fruchtwasseruntersuchung durchführen, so wären dies nur etwa 50%.

Die Messung der Nackentransparenz erfordert Erfahrung. Um einen hohen Qualitätsstandard zu erreichen und aufrecht zu erhalten, vergibt die Fetal Medicine Foundation (Leiter Prof. K. Nicolaides, London) das von Ihnen erarbeitete Kalkulationsprogramm nur an Teilnehmer Ihrer Kurse, die eine Prüfung erfolgreich abgelegt haben. Die Qualität der Messungen wird fortwährend überprüft.

Das Programm steht mir als Absolvent des Verfahrens zur Verfügung. Die individuelle Kalkulation des Risikos für Chromosomenstörungen ist nicht Bestandteil der Mutterschaftsrichtlinien. Die Messung und Risikoberechnung kann als individuelle Gesundheitsleistung oder im Leistungsumfang der privaten Krankenversicherung  durchgeführt werden.

Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Zur Fetal Medicine Foundation Deutschland geht es hier:
http://www.fmf-deutschland.info/de/ oder

http://www.fetalmedicine.org